Im Jahre 1860 wurde in Hilzingen das „Narren-Comitè“ gegründet.
Vorläufer vom Narrenverein „Pfiffikus“.
Im Jahre 1896 wurde der Narrenverein „Pfiffikus“ gegründet. Die Dokumentation dazu liefern die alten Protokollbücher. Lückenlos kann darin die Vereinsgeschichte nachgelesen werden. Es gab Höhepunkte und Niedergänge, aber stets gab es in Hilzingen Narren, die der Tradition treu blieben.Die Vereinsbezeichnung „Pfiffikus“ soll dem Sagen nach vom ehemaligen Hofnarr derer von Stoffeln abgeleitet sein. Er unterstreicht den pfiffigen Hofnarr sowie die ähnliche, närrisch schlaue Wesensart der Hilzinger.
Am 17. Februar 1896 war Fasnachtsmontag und der große Tag des Umzuges – der nachweislich erste organisierte UDer „historisch – neuzeitlich – zukünftige Umzug, dargestellt und ausgeführt von über 5000 Personen in verschiedenen Gruppen“, könnte noch heute an Originalität mithalten, trotz der kleinen Übertreibung von 5000 Mitwirkenden.
Zwei benachbarte Gemeinden, verdanken ihre Übernamen derselben Begebenheit:
Umzug in Hilzingen - mit gedruckten Programmen. Zu einem Eselschlachten auf dem Hohentwiel kamen die Hilzinger so spät, dass sie nur noch die Ohren abbekamen. Sie heißen darum „Eselohren“. Da die Gottmadinger noch langsamer waren, werden sie als „Schnecken“ verspottet. In den Gründerjahren spielte man gerne Theater. Am Fasnachtmontag gab es erst ein Theaterstück, anschließend zogen die Akteure und Fasnachtsgruppen als Zug durch das Dorf. Ab 1900 ist in Hilzingen regelmäßig am Donnerstag vor Fasnacht ein Umzug. Der Name Hemdglonkerumzug kam aber erst 1925 dafür auf. Das Theaterspielen steht heute nicht mehr im Hilzinger Fasnachtsprogramm, wie auch die Geldbeutelwäsche und die Narrenzeitung verschwunden sind. Zur Tradition gehören heute noch das Narrenbaumeinholen, der Hemdglonkerumzug, der Festumzug, der in späteren Jahren hinzugekommene Kinderumzug und die tränenreiche „Beerdigung „ (in dem eine Strohpuppe verbrannt wird) der Fasnacht.
1965 wurde der Narrenverein „Pfiffikus“ Mitglied der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee.
Etwas verschlafen gab sich der „Pfiffikus“ in den Jahren 1972 und 1973. Dann formierte sich der Vorstand neu, bewährte Narren fanden wieder Interesse am Verein und 1974 gab es wieder ein volles Programm und ein Narrenpaar. Der Straßenumzug hatte mehr als 50 Gruppen und fand einstimmige Begeisterung.
Zu seinem 90. Geburtstag im Jahre 1986 ist der Jubilar „Pfiffikus“ im wörtlich zu nehmenden neuen Gewand erschienen und eine würdige Geburtstagsfeier mit vielen Gästen abgehalten.

1996 feierte der NV „Pfiffikus“ den 100. Geburtstag. Der große Festumzug wurde im Fernsehen live übertragen.
Schon jetzt laufen ideell die ersten Aktivitäten der Planung für das 125-jährige Bestehen im Jahre 2021.